Die Welt ist ein Dorf

Der Flug von El Calafate nach Bariloche war angenehm (besser als 27 Stunden Busfahren.) Danach finde ich mich im Wood House Hostel wieder - Peace! Ich nenne es kurzum mein Hippie-Zuhause. 95 Prozent der Gäste sind männlich - auch das Hostel wird von drei Männer geleitet und dementsprechend geht es dort auch zu - CHAOTISCH! Alle sind irgendwie auf dem "Ich-Finde-Mein-Selbst"- Trip (Ohm). Wäre ja noch nicht mal so schlimm, aber warum wollen die sich alle musikalisch austoben? - Schräge Flötenklänge sowie Didgeridoo-Töne um drei Uhr nachts nerven einfach nur. Oh Gott, ich bin alt und ja so gar nicht locker. Vielleicht sollte ich auch mal an einem Joint ziehen ;) Nach der ersten Nacht wurde ich gefragt, ob ich nicht vom gemischten in einen Frauenschlafsaal umziehen möchte. Warum nicht! Sehr interessante Wahrnehmung, denn ich identifizierte die fünf anderen Zimmermitglieder als hundertprozentige Männer. Mal abgesehen vom Hostel ist Bariloche ein touristisches Städtchen mit extrem vielen Schokoladenläden. Die Sieben-Seen-Straße entlang nach San Martin de Andes ist da schon sehenswerter. An meinem vorletzten Tag in Bariloche begegne ich einem Typen, der mit bekannt vor kommt. Tatsächlich, es ist Richard aus Großbritannien, den ich in Jordanien vor über zwei Jahren kennen gelernt habe. Ich wusste, dass er gerade in Südamerika im Auslandsschuldienst ist, aber das wir uns in Bariloche über den Weg laufen, das ist schon ein großer Zufall. Abends verabreden wir uns auf ein Bier.

 

Tschüss Argentinien! Mit dem Bus fahre ich über die Grenze nach Chile. Das dortige Seen- und Vulkangebiet ist wunderschön. In Puerto Montt, Puerto Varas sowie in Valdivia gibt es viele deutsche Auswanderer und somit viel heimatlich-deutschen Einfluss. So werde ich am Küstenstädtchen Valdivia mit Blasmusik, Trachten und Fassanstich begrüßt - es findet nämlich gerade das alljährliche Bierfest hier statt ...

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